„Wieder alles Banane“
500 Besucher beim Kindermusikfestival im
Allendorfer Bürgerhaus
Allendorf-Eder. Das Allendorfer Kinderliederfestival
lockte am Sonntagnachmittag 500 Besucher ins Bürgerhaus –
Kinder, aber auch viele erwachsene Begleiter.
Neben mehreren Kindergruppen der Region waren die Hauptakteure zwei
Profis der Kinderliederszene, die von früheren Auftritten her
bereits ihren Fankreis im oberen Edertal haben. Aus Kiel kam der
Kinderliedermacher Matthias Meyer-Göllner, aus Hannover Manfred
Kindel (Unmada).
Meyer-Göllner unternahm mit den Kindern einen Ausflug zu einem
Teich und in den Wald. „Hört ihr die Frösche am
Teich? So viele Sänger zugleich“, sang der Liedermacher
und nach jedem Satz antworteten Hunderte im Saat mit einem lauten
„Quak, Quak!“.
Meyer-Göllner berichtete in lustigen Versen von einem „Glitzerding“,
das alle Bewegungen und Grimassen genau wiedergab. Die Rede war
vom Spiegel, die Kinder wußten genau Bescheid und imitierten
Bewegungen, Mimik und Gestik des Musikpädagogen.
Vier Klassen des zweiten und dritten Schuljahrs der Battenberger
Grundschule musizierten auf einfachen Instrumenten zu den Liedern
Meyer-Göllners und erhielten lebhaften Beifall.
Der Liedermacher Unmada (Manfred Kindel) begeisterte mit seinem
Hit „Alles Banane?“. Er sang von krähenden Nashörnern,
vom Müsli essenden Seehunden, von singenden Truthähnen
und Nilpferden. Die Kinder lachten und stimmten immer wieder in
den Refrain ein: „Ja, dann ist wieder alles Banane!“
Beim Stück „Umgeben von glitzernden Sternen“ forderte
er die Erwachsenen zum lautstarken Rasseln von Auto- und Haustürschlüsseln
auf. Applaus brandete immer wieder auf.
Weil es in Nordamerika verschiedene Indianersprachen gibt, ist eine
Verständigung laut Unmada oft nur durch Zeichensprache möglich.
Wie das funktioniert und wie Texte in Hand- und Armbewegungen umgesetzt
werden, das demonstrierten Unmada und die Kinder mit „Ich
winke meiner Liebe nach, auf dem Pferd da reitet sie...“.
Auch Erwachsene machten mit. Die Stimmung steigerte sich noch, als
dieser Text von Unmada dann in einer indianischen Sprache vorgetragen
wurde.
Die originellen Reime waren kindgemäß, einfach und einprägsam.
Die Melodien gingen ins Ohr. Nicht eine Minute des turbulenten Konzerts
war langweilig.
Die Tanzgruppe der jüngeren „Flöhchen“ der
Partnerschaftsvereinigung führte mit ihrer Lehrmeisterin Anke
Dück ein Bewegungsspiel auf, dass sie gemeinsam mit ihrem Idol
Unmada präsentierten.
Anke Dück war zusammen mit Dr. Martina Krutisch Organisatorin
des Festivals, das von Firmen aus der Umgebung gesponsert wurde.
Wegen des Erfolgs waren sie sicher: „Auch im nächsten
Jahr wird es ein Festival der Kindermusik geben!“. (ED)
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